Die 1. Klasse gewinnt eine Pausen- und Spielkiste

Reichlich Mühe gaben sich die Kinder der 1. Klasse beim Wettbewerb „Bewegung und Spaß in der Schulpause“ vom Landratsamt Kulmbach. Die Kinder wollten unbedingt gewinnen und so malten sie zahlreiche bunte Bilder und überlegten sich treffende Argumente, warum ausgerechnet sie diese Kiste erhalten sollten: So eine Box eignet sich doch auch perfekt für eine Spielpause während des Unterrichts. Nach einer kurzen Trink- und Bewegungsphase lässt es sich nämlich wieder viel besser konzentrieren und arbeiten. Und hurra: Wir konnten überzeugen!

Frau Sabine Rotter vom Gesundheitsamt Kulmbach überreichte den Kindern gleich nach den Herbstferien ihre wohlverdiente Spielkiste. Die Schüler durften natürlich gleich einen Blick hinein werfen und die Spielgeräte ausprobieren. Neben verschiedenen Bällen, Frisbees und Springseilen können sich die Kinder jetzt auch an Gummitwist erfreuen.

Melissa Unglaub

 



Leseratten- und Bücherwürmertag

 

Am bundesweiten Vorlesetag, dem 15.11.2019, wurde auch an der Schule in Marktleugast fleißig vorgelesen. Bereits zum dritten Mal fand der Leseratten- und Bücherwürmertag statt. Jeder Schüler hatte hierfür eine Geschichte vorbereitet, die er einem beliebigen Lesepartner vorlas und im Gegenzug dessen Geschichte zu hören bekam. Große und kleine Leseprofis gaben ihrem Gegenüber spannende und auch lustige Texte zum Besten. Waren die beiden fertig, gab es zur Belohnung ein Körperglied für die Leseraupe. Nach fünf Durchgängen war die bunte Raupe komplett. Für schnelle Leser lagen noch kniffelige Leserätsel bereit. Als Abschluss hatte für alle Schülerinnen und Schüler Frau Arnhold wieder Buchstabensuppe vorbereitet, die sich jeder in Ruhe schmecken ließ.

 

Text und Fotos: Tanja Herold

 

 

Ein Zeitzeugenbesuch in der vierten Klasse

Die vierte Klasse hatte sich in den letzten Wochen auf eine Zeitreise durch die lange Geschichte von Marktleugast gemacht und dabei viele Dinge über den eigenen Wohnort herausgefunden. Am 30.11.2019 luden wir Frau Dietlind Hofmann als Zeitzeugin aus der dunkelsten Zeit Deutschlands ein. Sie wurde im Jahr 1937 geboren und wohnte in einem kleinen Dorf in der Nähe von Plauen. Sie erzählte uns vom Tag der Einschulung, den weiten Schulwegen, die sie bei Wind und Wetter laufen mussten, und trotzdem in guter Erinnerung geblieben sind, da es einfach alle Kinder machen mussten und es keine Ausnahmen gab.

Auch ewig in Erinnerung blieben zwei andere Erfahrungen: Fliegeralarm und Hunger. Selbst heute noch, wenn die Sirene geht, erwacht zuerst die Erinnerung. Lebensmittel gab es damals gegen Essensmarken. Wenn diese damals nicht reichten, musste im Ort um Essen gebettelt. Unangenehm war das – aber was blieb einem übrig? Sie schilderte uns den Moment, als der Vater nach zehn Jahren im Krieg und anschließender Kriegsgefangenschaft vor ihr stand und sie einen für sie fremden Mann als ihren Vater begrüßte. Neben vielen Informationen konnte nebenbei auch darüber gesprochen werden, ob früher wirklich alles besser war, wie immer behauptet wird, und was es mit dem Satz „Die Russen kommen!“ auf sich hatte.

Unser Dank geht noch einmal an Frau Hofmann, die uns mit ihren 82 Jahren frisch und lebendig über die guten und die schlechten Tage ihrer Kindheit in dieser schweren Zeit erzählte.

Foto und Text: Maja Schmitt-Haller

 

Im wahrsten Sinne des Wortes Augen gemacht haben die Schülerinnen und Schüler der beiden 3. Klassen am 27. November, als Frau Heilmann zu Besuch kam. Auf den ersten Blick ist sie eine ganz normale Frau. Sie war verheiratet, hat Kinder und Enkelkinder, mit denen sie spielt und die sie bekocht. Das Außergewöhnlich an Frau Heilmann ist, dass sie im Laufe ihres Lebens aufgrund einer Krankheit erblindet ist. Davon berichtete sie den Kindern. Und diese staunten nicht schlecht, als sie all die Hilfsmittel selbst ausprobieren durften, mit denen Frau Heilmann ihren Alltag meistert. Alles in allem war der Besuch von Frau Heilmann ein sehr spannender und informativer Einblick in das Leben eines blinden Menschen! 

Text und Foto: Carolin Peter